
Farbe gegen Hass
Am Orienta-Markt in Neu-Olvenstedt übermalte ein breites Netzwerk aus Vereinen, Künstlerinnen, Stammkunden und Nachbarschaft verfassungsfeindliche Schmierereien und setzte ein sichtbares Zeichen für Vielfalt und Gemeinschaft in Neu-Olvenstedt.
Am 30.09.2025 hat die Stadtteilinitiative Olvenstedt zusammen mit der Verdi Jugend, dem Syrisch-Deutschen Kulturverein e.V., der Kollegschaft des BVIK und Menschen aus der Nachbarschaft die Rückwand des Orienta Markt auf vielfältige Art und Weise bemalt. Der Orienta-Markt am Bruno-Taut-Ring in Neu-Olvenstedt war erneut Ziel rechtsextremer Schmierereien. Die Antwort aus dem Stadtteil ließ aber nicht lange auf sich warten.
Der Orienta-Markt am Bruno-Taut-Ring 118 ist seit Jahren ein Treffpunkt für Menschen unterschiedlichster Herkunft in Neu-Olvenstedt, einem Viertel, das in den 1980er Jahren als sozialistischer Plattenbau-Experimentalkomplex entworfen wurde und heute durch seine multikulturelle Nachbarschaft mitgeprägt wird.
Im September 2025 tauchten erneut mit blauer Graffiti-Farbe gesprühte Hakenkreuze an den Werbebannern und der Fassade des Markts auf. Es war nicht das erste Mal: Schon früher war der Markt über Jahre hinweg Zielscheibe solcher verfassungsfeindlichen Symbole gewesen. Eine damalige Kunstaktion hatte für vier Jahre Ruhe gesorgt, bis die Schmierereien zurückkehrten.
Die Aktion stand unter dem Zeichen zivilgesellschaftlicher Kraft: Vereine, Kulturakteure und Einzelpersonen aus dem Stadtteil arbeiteten Seite an Seite, als unmissverständliches Signal, dass Hass und Einschüchterung in Neu-Olvenstedt keinen Platz haben.











