Im Jahr 2025 stand unsere Arbeit ganz im Zeichen von Begegnung, Austausch und gemeinsamen Erlebnissen im Stadtteil. Mit unterschiedlichen Angeboten haben wir Räume geschaffen, in denen Menschen zusammenkommen, sich kennenlernen und miteinander ins Gespräch kommen konnten.

Ein wichtiger Bestandteil waren unsere Kreativnachmittage. Ob beim Plätzchenbacken, Siebdruck, Basteln von Gestecken oder Baumschmuck – die gemeinsamen Aktivitäten boten viele Gelegenheiten, miteinander Zeit zu verbringen und sich auszutauschen. Besonders schön war zu sehen, wie Menschen unterschiedlicher Herkunft und verschiedenen Alters miteinander ins Gespräch kamen und voneinander erzählten. Viele Teilnehmende kamen wiederholt zu den Angeboten, sodass sich vertraute Kontakte und ein Gefühl von Gemeinschaft entwickeln konnten.

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit lag darauf, politische Bildung greifbar und alltagsnah zu gestalten. Dies ist vor allem durch konkrete Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse gelungen. So konnten Teilnehmende bei einem Besuch eines Landtagsabgeordneten Einblicke in politische Arbeit erhalten und ihre Fragen direkt einbringen. Bei einer Exkursion in den Landtag Sachsen-Anhalt wurde Politik vor Ort erlebbar – von der Teilnahme an einer Plenarsitzung bis hin zum Austausch mit politischen Vertreter:innen.

Darüber hinaus haben wir uns in verschiedenen Formaten mit gesellschaftlichen Themen auseinandergesetzt. Bei einem Ausflug zum Bismarck-Museum und einer Gedenkveranstaltung zum 8. Mai wurde Erinnerungskultur und die Bedeutung von Demokratie und Frieden thematisiert. Eine Exkursion zu Karls Erdbeerhof – ein Wunsch aus der Gruppe heraus – verband gemeinsames Erleben mit inhaltlichen Impulsen zu Arbeitsmigration, Konsum und sozialen Bedingungen in der Landwirtschaft. So konnten auch komplexe Themen niedrigschwellig aufgegriffen und mit dem Alltag der Teilnehmenden verknüpft werden.

Auch im öffentlichen Raum waren wir aktiv: Beim Straßenfest „Herz statt Hetze“ kamen wir mit vielen Menschen ins Gespräch, stellten unsere Arbeit vor und tauschten uns über demokratische Werte, Zusammenhalt und das Leben im Stadtteil aus.

Mit dem Offenen Treff gab es zudem ein regelmäßiges Format, das Raum für Begegnung, Gespräche und gemeinsames Frühstück bot. Die Treffen wurden von vielen Teilnehmenden genutzt, um sich auszutauschen und miteinander Zeit zu verbringen. Die Erfahrungen aus diesem Format nehmen wir mit in die weitere Planung – und freuen uns darauf, den Offenen Treff in diesem Jahr in neuer Form wieder anzubieten.

Ein besonderer Moment war das gemeinsame Weihnachtsessen im Stadtteilbüro. 38 Menschen kamen zusammen, um gemeinsam zu essen, sich zu unterhalten und Zeit miteinander zu verbringen. Gerade in der Weihnachtszeit wurde so ein Ort geschaffen, an dem sich Menschen willkommen und gesehen fühlen konnten.

Auch in diesem Jahr möchten wir an diese Erfahrungen anknüpfen und weiterhin Angebote schaffen, die Begegnung ermöglichen, Austausch fördern und den Stadtteil als gemeinsamen Lebensraum stärken.