Über uns2026-05-11T09:08:38+02:00

Über uns – Demokratie mobilisieren (DeMo)

Demokratie mobilisieren (DeMo) ist ein Innovationsprojekt des Instituts für Demokratische Kultur und der SozialStärken gGmbH in Kooperation mit der AWO SPI und dem Internationalen Bund. Wir arbeiten in Stadtteilen Sachsen-Anhalts, in denen Menschen aus verschiedenen sozialen, kulturellen und biografischen Hintergründen leben – oft jedoch ohne ausreichende Möglichkeiten, sich gesellschaftlich oder politisch einzubringen. Genau hier setzen wir an.

Unser Ziel ist es, Demokratie dort zu stärken, wo sie besonders herausgefordert ist. Wir begleiten Menschen ab 16 Jahren, die Ausgrenzung, Armut oder politische Ohnmacht erfahren, und schaffen Räume, in denen Vertrauen wachsen kann: bei Gesprächen an der Haustür, beim gemeinsamen Kochen, in Erzählcafés, auf Exkursionen oder in kreativen Workshops. Durch Begegnung auf Augenhöhe entstehen Beziehungen, die es ermöglichen, gemeinsam Probleme zu benennen, Perspektiven zu entwickeln und demokratische Prozesse aktiv mitzugestalten.

DeMo verbindet aufsuchende politische Bildung, Community Organizing und empowernde Gruppenarbeit. Wir arbeiten phasenweise – erst hören wir zu und bauen Beziehungen auf, später fördern wir Beteiligung, schaffen Netzwerke und unterstützen die Teilnehmenden darin, selbst Verantwortung zu übernehmen. So entstehen langfristige Strukturen, die über das Projekt hinaus wirken.

An unseren Standorten den Plattenbau Siedlungen – Stendal-Stadtsee, Halle-Neustadt, Halle-Silberhöhe und Magdeburg–Neu Olvenstedt arbeiten wir eng mit Quartiersmanagements, lokalen Initiativen, Fachkräften der sozialen Arbeit und zivilgesellschaftlichen Bündnissen zusammen. Gemeinsam entwickeln wir Methoden weiter, dokumentieren Erfahrungen, erstellen Schulungsmaterialien und bereiten die Übertragbarkeit unseres Ansatzes für andere Regionen vor.

DeMo zeigt: Demokratie entsteht dort, wo Menschen sich gesehen fühlen, ihre Geschichten teilen und gemeinsam gestalten können. Wir schaffen Orte, an denen dies möglich wird – offen, niedrigschwellig und machtsensibel.

Oft gestellte Fragen (FAQ)

Was ist das Projekt „Demokratie mobilisieren im Osten“ (DeMo)2025-12-04T05:13:42+01:00

DeMo ist ein aufsuchendes, partizipatives und inklusives Projekt der politischen Bildung. Es stärkt Menschen in sozial benachteiligten Quartieren Sachsen-Anhalts darin, sich gesellschaftlich einzubringen, eigene Anliegen zu artikulieren und demokratische Prozesse aktiv mitzugestalten.

Warum wird das Projekt in Sachsen-Anhalt durchgeführt?2025-12-04T05:13:36+01:00

Die drei Stadtteile sind geprägt durch:

  • hohen sozialen Druck,
  • niedrige Wahlbeteiligung,
  • geringe Teilhabechancen und
  • stark verbreitete antidemokratische Einstellungen

Die Projektgebiete verzeichnen ein hohes antidemokratisches Potential bei gleichzeitig sehr niedrigem Wahlinteresse. DeMo setzt genau hier an, um demokratische Teilhabe aller Bewohner*innen zu fördern.

Welche Regionen sind Teil des Projekts?2025-12-04T05:21:16+01:00

Die vier Standorte sind:

  • Stendal-Stadtsee
  • Halle-Silberhöhe
  • Magdeburg–Neu Olvenstedt

Die Plattenbau-Siedlungen verbindet eine Geschichte von Rückbau, Abwanderung, Prekarisierung und großen demografischen Veränderungen seit den 1990er Jahren.

Wer gehört zur Hauptzielgruppe?2025-12-04T05:22:35+01:00

Menschen ab 16 Jahren, die bisher wenig Zugang zu gesellschaftlicher und politischer Teilhabe haben, darunter:

  • working poor
  • Beziehende von Transferleistungen
  • Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte
  • queere und trans* Personen
  • Menschen mit psychischen oder physischen Beeinträchtigungen

Sie erleben oft Isolation, Stigmatisierung und politische Ohnmacht.

Gibt es weitere Zielgruppen?2025-12-04T05:24:51+01:00

Ja, zwei weitere Gruppen werden gezielt einbezogen:

  1. zivilgesellschaftlich Engagierte (oft aus anderen Stadtteilen und eher privilegiert) – um Brücken zwischen Milieus aufzubauen.
  2. Fachkräfte der sozialen Arbeit – um die Methoden langfristig in Regelstrukturen zu übertragen.
Wie arbeitet DeMo?2025-12-04T05:26:20+01:00

Das Projekt folgt einem beziehungsorientierten, niedrigschwelligen Transformative-Organizing-Ansatz. Zentral sind:

  • direkte Ansprache im Viertel (Supermarktgespräche)
  • Mittagstische, Kaffeetreffen, Kochnachmittage
  • mehrsprachige niedrigschwellige Materialien
  • Biografiearbeit und Erzählcafés
  • Kennenlernen lokaler demokratischer Initativen und Angebote
  • thematische Gruppengespräche
  • Exkursionen, Zeitzeugengespräche
  • Teilnahme an Stadtteilfesten
  • Social Media & Öffentlichkeitsarbeit (Podcast)
  • Dialoge mit politischen Entscheidungsträger*innen

Ziel ist langfristiger Beziehungsaufbau, Empowerment und Selbstwirksamkeit.

Welche Rolle spielt der Beziehungsaufbau?2025-12-04T05:27:16+01:00

Vertrauen entsteht über:

  • regelmäßige persönliche Kontakte
  • gemeinsame Alltagsaktivitäten (Kochen, Kaffee, Handwerk)
  • eine Atmosphäre auf Augenhöhe

Der Beziehungsaufbau bildet die Grundlage, damit später demokratische Bildung stattfinden kann.

Welche Verantwortung übernehmen die Teilnehmenden?2025-12-04T05:28:19+01:00

Mit der Zeit gestalten die Teilnehmenden das Projekt selbst mit – etwa indem sie:

  • Räume organisieren
  • Gesprächsrunden moderieren
  • Stadtteilrundgänge planen
  • Dialoge mit politischen Entscheidungsträger*innen initiieren
Wie ist das Projekt aufgebaut?2025-12-04T05:36:55+01:00

DeMo arbeitet in mehreren Phasen:

  1. Beziehungs- und Vertrauensaufbau
  2. gemeinsame Aktivitäten und politische Bildung
  3. Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Bündnissen
  4. Transfer und nachhaltige Strukturen
Wie wird der Projekterfolg gesichert?2025-12-04T05:37:01+01:00

Durch:

  • Dokumentation und Evaluation
  • ein Handbuch und Schulungskonzepte
  • Transfertagungen
  • die Einbindung von Quartiersmanagements, Beiräten und Fachakteuren
  • eine breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit
Was unterscheidet die politische Bildung hier von klassischen Ansätzen?2025-12-04T05:37:09+01:00

Es findet ein Wandel statt:

  • von „Was müsst ihr wissen?“
  • hin zu „Was könnt ihr? Was bringen eure Erfahrungen ein?“

Es geht um gegenseitiges Lernen, Anerkennung lokaler Expertise und praktische Mitgestaltung.

Wie wird Mehrsprachigkeit berücksichtigt?2025-12-04T05:37:17+01:00

Mehrsprachige Flyer, Dolmetschung und kultursensible Methoden sollen kontinuierlich erweitert werden, um die Hürden für Migrant*innen zu senken.

Wie können Interessierte teilnehmen?2025-12-04T05:37:23+01:00

Durch:

  • direkte Ansprache
  • Teilnahme bei offenen Treffpunkten
  • Kontakt über das Quartiersmanagement
  • Mitmachen bei Veranstaltungen, Koch- oder Kreativangeboten

Flyer, Social Media und lokale Partner informieren über aktuelle Angebote.

Welche Träger führen das DeMO Projekt durch?2025-12-04T05:36:43+01:00

Pressespiegel

  • Das bundesweite Förderprogramm „Demokratie leben!“ soll umgebaut werden. Vielen zivilgesellschaftlichen Projekten droht dadurch das Aus. Ein Beispiel aus Magdeburg, Stendal und Halle zeigt: Gerade in der AfD-Hochburg Sachsen-Anhalt könnte das dramatische Folgen haben.

  • MDR Filmbeitrag "Der starke Osten" vom 03.06. zu unserem "Fahrrad-Suppenwerkstatt-Café" in Neu Olvenstedt

  • Das Projekt des Instituts für demokratische Kultur der Hochschule Magdeburg-Stendal und der SozialStärken gGmbH in Stendal arbeitet gemeinsam mit den Partnern Internationalen Bund in Magdeburg und der AWO SPI in Halle. Ziel ist es, politische Bildung dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird – nicht belehrend „von oben“, sondern im Dialog.

  • Jede Woche gibt es eine andere Suppe, für die jeder zahlen kann, was er möchte. Nebenher werden Fahrräder repariert und Freundschaften geknüpft.

  • Stadtteilflohmarkt erlebt seine Premiere

  • Unser Projekt ist leider von den jüngsten drastischen Kürzungen des Bundesprogramms "Demokratie Leben" betroffen.

  • Mit dem Projekt „Demokratie mobilisieren im Osten“ soll der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt werden. In Stendal geschieht das im Stadtteil Stadtsee.

  • Mit dem Projekt „Demokratie mobilisieren im Osten“ soll der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt werden. In Stendal geschieht das im Stadtteil Stadtsee.

  • Die neue Gruppe „Frei-Tag-Treff“ will Menschen aus Magdeburg Olvenstedt und Nordwest verbinden. Wann sie sich treffen und welche Pläne sie haben.

  • Der in Magdeburg-Olvenstedt etablierte „Frei-Tag-Treff“ wurde 2025 gut angenommen. Inzwischen kommen zu jedem Treffen zwischen 15 und 30 Personen aus unterschiedlichen Stadtteilen. Was für 2026 geplant ist.

Projektleitung: Laura Litschel

Laura Litschel bringt vielfältige Erfahrungen im Organizing, insbesondere Community und Transformative Organizing mit, die sie bereits erfolgreich in unterschiedlichen Tätigkeiten u.a. im NGO-Bereich anwenden konnte. In ihrer Rolle als Projektleitung koordiniert sie das Gesamtprojekt, gestaltet Workshops und Vernetzungstreffen und bietet inhaltliche Beratung für die Standorte. Zudem vermittelt sie Referent*innen und steuert die externe Kommunikation. Sie bildet die Schnittstelle zwischen politischer Bildung, Sozialer Arbeit, transformative Organizing und Wissenschaft.

© Minka Felder

Dr. Laura Litschel
E-Mail: laura.litschel@h2.de
Tel: +49 (0)160 – 2204437

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